Grazer Kunstverein
Palais Trauttmansdorff, Burggasse 4, A-8010 Graz
T +43 316 834141, F +43 316 834142
office@grazerkunstverein.org, www.grazerkunstverein.org

Öffnungszeiten: Mi–So 11–18 Uhr
An Feiertagen und während Ausstellungsumbauten geschlossen
Geschlossen zu Ostern von 17.-21.04.2014
 
Programm
15. März – 18. Mai 2014


In diesem Jahr setzt der Grazer Kunstverein seine Auseinander- setzung mit verschiedenen Vorstellungen sozialer Abstraktion fort und präsentiert KünstlerInnen, die mit ihrer Arbeit die physische Beziehung zu ihrer Umwelt untersuchen und übersetzen.


Lisa Oppenheim
'From Abigail to Jacob (Works 2004–2014)'

Im letzten Jahrzehnt hat die Künstlerin Lisa Oppenheim (geb. 1975, US) beständig einen einzigartigen Werkkorpus entwickelt, in dem sie den Gebrauch (historischer) Bilderwelten erforscht. Angesiedelt zwischen Aneignung und Rekonstruktion basiert ihre Arbeit auf Ersetzungen, die bei filmischen und fotografischen Aufzeichnungen zum Einsatz kommen, welche Geschichtliches und die Gegenwart übertragen und in einer zeitgenössischen Formensprache darstellen. Ihre Arbeit ließe sich auch als eine Archäologie von Zeit und visueller Kultur definieren. Indem sie unterbewertetes, verborgenes Archivmaterial ans Licht bringt, überbrückt Oppenheim die Wahrnehmung von Zeit und verleiht dem Material eine neue Bedeutung. Diese Vorgangsweise hat Zelluloid-Arbeiten, Filme und Fotografien zum Ergebnis, welche die Vergangenheit in der Gegenwart kommunizieren und ein bedeutungsloses Dokument zu einer Dokumentation transformieren.

'From Abigail to Jacob (Works 2004–2014)' ist Lisa Oppenheims erste große Arbeit für eine Institution und spannt sich über eine Produktionszeit von einem Jahrzehnt. Die Arbeit umfasst frühe Drucke und Diaproduktionen bis zu neueren Fotogrammen und Filmen.

Die Ausstellung wird in Zusammenarbeit mit dem Kunst­verein Hamburg und dem französischen Kunstfonds FRAC Champagne-Ardenne, Reims organisiert. Begleitend zur Ausstellung erscheint die erste mono­grafische Publi­kation der Künstlerin, publiziert von der Sternberg Press.


Lisa Oppenheim
‘Smoke’, 2013
Looped double HD video animation
Courtesy the artist, The approach and Galerie Juliètte Jongma


The Members Library*
„Cathay“ von Lisa Oppenheim

Für ihre Filminstallation Cathay (2010) fand Oppenheim das Fragment eines Gedichtes, das Pound aus den Notizen Ernest Fenollosas vermutlich aus dessen Übersetzungen des chinesischen Dichters Li Bai aus dem 8. Jahrhundert konstruiert hatte. Fenollosa war ein amerikanischer Gelehrter, der in Japan lebte. Weder Pound noch Fenollosa verfügten tatsächlich über Kenntnisse der chinesischen Sprache. Fenollosa erstellte diese und andere fragmen­tarische Übersetzungen, die Pound später in der äußerst einflussreichen Gedichtanthologie Cathay – eine veraltete Bezeichnung für China – umsetzte.

Oppenheim schickte die originale, unübersetzte Version des Gedichtes an einen Professor für ostasiatische Sprachen und Literatur und erhielt, wie zu erwarten, eine ganz andere Version zurück. Der Film bewegt sich langsam von Pounds Übersetzung zu einer ,korrekteren‘ oder vielleicht wörtlichen Übersetzung. Die Bewegung ergibt sich durch den Ersatz von Wörtern durch entsprechende Szenen oder Objekte, die im visuellen Raum der Chinatown in New York City gefilmt wurden.

Indem sie Wörter zurück in Bilder verwandelt, kehrt die Künstlerin Pounds Strategie der Übersetzung um. Die linke Seite der doppelten Projektion beginnt mit Pounds Gedicht als Ganzem, während die rechte Projektion eine Abfolge von Bildern zeigt. Die Bilder auf der rechten Seite sind visuelle Gegenstücke von Ausdrücken aus der neuen Übersetzung und entsprechen nur dann dem Text auf der linken Seite, wenn beide Übersetzungen ähnlich sind. Bilder ersetzen langsam den Text auf der linken Seite und umkehrt bis zum Ende des Films, wenn der linke Teil gänzlich aus Bildern besteht, der rechte dagegen völlig aus Text. Das Gedicht wird durch seine sieben Wiederholungen hindurch neu zusammengesetzt, neu geschaffen.

*The Members Library wurde von der Künstlerin Céline Condorelli in Zusammenarbeit mit Harry Thaler als permanente Intervention mit dem Titel „Things That Go Without Saying“ entworfen und gestaltet. Die für die The Members Library konstruierte Struktur gehört zu der Serie „Additionals“. Diese unterschiedlichen requisitenartigen Objekte, quasi-funktionale Strukturen, rangieren ihrer Natur nach zwischen Möbel und Architektur.


Ständig ausgestellt

Ian Wilson
1. Februar 2013 –

Die Arbeit des Künstlers Ian Wilson (geb. 1940, Südafrika) weist eine auffällige Ähnlichkeit mit dem Selbst­verständnis des Kunstvereins auf: Er will die Beziehung zwischen dem Gesehenen – oder Diskutierten – und der BetrachterIn erkunden und die Dringlichkeit dieser Interaktion aufzeigen.

Wilson beschäftigte sich seit 1968 eingehend mit gesprochener Sprache als Kunstform. Er beschrieb seine Arbeiten als „mündliche Kommunikation“ und später als „Diskussion“. Auf Wilsons eigenen Wunsch wurde seine Arbeit nie gefilmt oder anders festgehalten, was die vergängliche Natur des gesprochenen Wortes bewahrte. Wilsons frühere künstlerische Erkundungen, im Laufe derer er sich vor allem mit Fragen der Wahrnehmung und der Malerei beschäftigte, waren ausschließlich monochrom. Seine letzten physischen Objekte „Circle on the Floor“ und „Circle on the Wall“ entstanden Anfang 1968. Bei der Produktion dieser Arbeiten erkannte Wilson, dass es nicht notwendig war, sein Objekt zu produzieren, um ein Konzept zu visualisieren.

Um seine Bedeutung für das Programm hervorzuheben widmet der Grazer Kunstverein der Arbeit des Künstlers eine Dauerausstellung. Die Schau wird unterschiedliche Arbeiten aus mehreren Jahren, wie auch die für die Ausstellung neu beauftragte und erworbene Arbeit „Discussion (Grazer Kunstverein)“ zeigen. Diese Diskussion über die reine Wahrnehmung des Absoluten fand am 4. Mai im Grazer Kunstverein zwischen dem Künstler, dem aktuellen Team und den früheren künstlerischen Direktoren des Grazer Kunstvereins seit 1986 statt.

Ausgestellt:
„Discussion (Grazer Kunstverein)“, 2013
Von Stefan Stolitzka der Sammlung des Grazer Kunstvereins gestiftet.


The Peacock
1. Februar 2013 –

In den kommenden Jahren erforscht der Grazer Kunstverein weiterhin seinen Innenraum, indem (neue Möbel), Design, angewandte und dekorative Kunstwerke vorgestellt werden, die ihre eigene Funktionalität analysieren. The Peacock, so der Titel dieser fortlaufenden Gruppen­schau, ist vom Konzept des Period Room inspiriert, einem Raum, der einen Moment im Zeitablauf definiert, aber auch vom Tier selbst, dem Pfau (engl. „peacock“), der inneren und äußeren Stolz verkörpert. Kunstschaffende werden dazu eingeladen, Arbeiten beizutragen, die den in Funktion befindlichen Raum des Grazer Kunstvereins mit Möbeln, angewandter und dekorativer Kunst, Designstücken und konzeptuellen Interventionen füllen. (Teile dieser) Arbeiten werden in kommenden Einzel­ausstellungen wieder auftauchen und in Dialog gestellt. Auf diese Weise sind sie verbindendes Element und Interieur des Kunstvereins.

Jedes Jahr wird The Peacock einen eigenen Erzähler haben, der den ausgestellten Arbeiten eine narrative Struktur gibt. Die Künstlerin und Autorin Angie Keefer ist eingeladen, den Handlungsstrang für 2014 zu gestalten.

Ausgestellt
15. März – 18. Mai 2014

Nina Beier
„Tragedy“, 2011

Ein persischer Teppich am Eingang des ersten Galerieraums wurde zur Bühne einer Performance, in der verschiedene HundebesitzerInnen die Ausstellung zu unangekündigten Zeiten aufsuchten und ihre Tiere baten, sich „tot zu stellen“. Das Ergebnis war eine absurd theatralische Geste, bei der einen Augenblick lang das Tier sowohl als Stillleben wie als „Torwächter“ zu den Ausstellungsräumen fungierte. Der Teppich wird jedoch im Verlauf des gesamten Jahres im Grazer Kunstverein verschiedene Funktionen erfüllen, und daher seinen eigenen Wert und seine Präsenz in Frage stellen.


Maaike Schoorel*
„Lisa via webcam“, 2014

Maaike Schoorels Arbeit ist am Rande der Lesbarkeit positioniert. Ihre figurativen Gemälde erscheinen verblasst oder ausgebleicht durch Pinselstriche, die Umrisse und verhaltene Zeichen andeuten. Diese Umrisse implizieren Bereiche von Farbe oder Schatten, welche dem oder der BetrachterIn die Partizipation am Gemälde ermöglichen. Damit sich die Bilder langsam mit der Zeit entwirren können, ist es notwendig, die Wahrnehmung zu verlangsamen. Schoorel verwendet Fotografien von Familie, Freunden und sich selbst als Bezugs- und Inspirationsquellen ihrer Arbeit. Die Künstlerin Lisa Oppenheim, eine nahe Freundin von Schoorel, wird in „Lisa“ porträtiert. Nachdem ein Foto gewählt und beschnitten wird macht Schoorel dieses fast unsichtbar. Durch einen ungleichmäßig angewandten Prozess subtiler und minimalistisch gemalter Schichten lässt sie das originale Bild verblassen und neue Perspektiven zum Vorschein kommen.


Maaike Schoorel
‘Lisa via webcam’, 2013, oil on canvas, 81 x 107 cm
Courtesy Maureen Paley


Will Stuart
„Über die Positionierung einer Reproduktion von Michelangelo Pistolettos Struttura per parlare in piedi (Struktur, um im Stehen zu reden), 1965–66 aus der Serie Oggetti in meno (Minus-Objekte), Nachbildung“, 2012

An ausverhandelten Aufstellungsplätzen präsentieren Will Stuart (Will Holder und Stuart Bailey) eine Nachbildung der „Struttura per parlare in piedi“, einer Arbeit von Michelangelo Pistoletto (geb. 1933 in Italien). Diese Arbeit ist Teil seiner Reihe „Minus-Objekte“. Begleitet wird das Werk von einer öffentlichen Bekannt­machung, welche die ursprünglichen Intentionen hinter der Arbeit wie auch die Frage untersucht, wie spätere Verhandlungen mit den verschiedenen Beteiligten ihren doppeldeutigen Zweck als Möbelstück (zum Anlehnen für die Besucher) und als Metapher (für Konversationspolitik) reflektieren. Das Objekt wird ständiges Thema der Auseinander­setzung bei der Beschäftigung mit Raum und Funktion innerhalb des diskursiven Programms sein.

Michelangelo Pistolettos Werk wurde bereits 1988 im Grazer Kunstverein ausgestellt.


Barbara Visser*
„Vereinvögel/ Societybirds“, 2014

Die Räumlichkeiten des Grazer Kunstvereins sind ganz buchstäblich transparent, denn seine Fassade ist vollständig mit Fenstern bedeckt. BesucherInnen und PassantInnen spähen immer wieder ins Innere, um einen Blick auf die Ausstellungen oder stattfindenden Events zu erhaschen. Die niederländische Künstlerin Barbara Visser erkundet diese Spannung zwischen Öffentlich und Privat in einer semi-permanenten Auftragsarbeit, die den größten Teil der Fassade des Kunstvereins einnimmt. Barbara Visser befasst sich in ihrer Arbeit mit der unbestimmten Beziehung zwischen Aufzeichnung und Dramatisierung. Viele ihrer Arbeiten behandeln die Vorstellungen von Original und Kopie und werfen die Frage auf, ob diese Kopien ,sich gut verhalten‘ und dem Original gerecht werden, oder ob sie betrügerische Zeichen sind, welche das Original in einem Wirbel der Täuschung verschlingen. Die Arbeit ist formal sehr variantenreich und erstreckt sich von Fotografie, Film über Video zu gedruckter Materie. Text und Performance bleiben jedoch in immer wiederkehrenden Themen wie Authentizität und Künstlichkeit, Wahrnehmung und kultureller Kodierung, Konvention und Ausnahme, Reproduktion und Dokumentation verankert. Indem sie bestehende Systeme auf vielfältige Weise infiltriert und reflektiert, fördert die Künstlerin den oder die BetrachterIn heraus, tief verwurzelte Wahrnehmungsmuster zu überdenken.

*Neue Ergänzungen


Publikumsprogramm

Eröffnung
14 März, 18–22 Uhr

impuls MinutenKonzert. Galerienrundgang mit Musik
5. April 2014, 12 Uhr

kunsttext.werk
kunsttext.werk ist ein Verein zur Förderung junger Kunst­geschichte mit einem diskursiven Bildungsprogramm, welches sich aus Vorträgen, Schreibworkshops und einer Online-Plattform zusammensetzt.
29. April 2014, 19 Uhr

Donnerstag Abends
An einem Donnerstag im Monat haben Camera Austria, Künstlerhaus – Halle für Kunst und Medien, < rotor > und Grazer Kunstverein bis 21 Uhr geöffnet. Zwischen 18 und 21 Uhr ist der Eintritt frei.
20. März, 10. April, 15. Mai 2014
www.cmrk.org

Screening und Talk Joachim Koester und Lisa Oppenheim
in Kooperation mit Camera Austria
10. April 2014, 18.30 Uhr

Eröffnung der Galerientage im Palais Trauttmansdorff
9. Mai 2014, 18 Uhr

The Members Library
The Members Library organisiert monatlich Abende, an denen die Mitglieder eingeladen sind, jene Bücher, die sie empfohlen haben, zu präsentieren oder rund um diese eine Veranstaltung zu organisieren.
26. März, 23. April, 21. Mai, 19 Uhr

Auktion Grazer Kunstverein/ Kunsthaus Graz
im Dorotheum Wien
14. Mai 2014, 19 Uhr

Regelmäßige Aktualisierungen unseres Programms finden Sie auf unserer Webseite www.grazerkunstverein.org. Für eine Reservierung kontaktieren Sie bitte office@grazerkunstverein.org.


Der Grazer Kunstverein wird dankenswerterweise unterstützt von der Stadt Graz, dem Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur, dem Land Steiermark, Legero | con-tempus.eu und seinen Mitgliedern. Die Arbeit von Barbara Visser wird großzügigerweise von Mondriaan Fund unterstützt.




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Opening Hours: Wed–Sun 11am–6pm
Closed on holidays as well as during the change of exhibitions
Closed at Easter from 17-21 April 2014

Program
15 March – 18 May 2014

This coming year, the Grazer Kunstverein continues its exploration into notions of social abstraction by presenting work by artists who investigate and translate their physical relationship towards their surroundings.


Lisa Oppenheim
‘From Abigail to Jacob (Works 2004–2014)’


Lisa Oppenheim
‘Multicultural Crayon Displacement (Peach II)’, 2008
Unique Cibachrome photogram, 50,8 x 43,2 cm
Courtesy the artist, The approach and Galerie Juliètte Jongma

Over the past decade, artist Lisa Oppenheim (b. 1975, US) has steadily developed a unique body of work exploring the usage of (historical) imagery. Balanced between appropriation and reconstruction, her work relies on substitutions applied to photographic and filmic records through which the historical and the present are transmitted and constituted through a language of today. One could define her work as an archaeology of time and visual culture. By exposing or even re-exposing archival material, Oppenheim bridges the past and the present by introducing new meaning to these historical images, often resulting in film and photographic projects.

‘From Abigail to Jacob (Works 2004–2014)’ is Lisa Oppenheim’s first larger institutional show that spans over a decade of production, ranging from early prints and slide works to more recent photograms and films.

The exhibition is developed in collaboration with Kunstverein in Hamburg and FRAC Champagne-Ardenne and includes the artist’s first monographic publication published by Sternberg Press.


The Members Library*
‘Cathay’ by Lisa Oppenheim


Lisa Oppenheim
‘Cathay’, 2010, 16mm double projection
Courtesy the artist, The approach and Galerie Juliètte Jongma

For her film installation, Cathay (2010), Oppenheim found a fragment of a poem that Pound constructed from the notes of Ernest Fenollosa, an American scholar living in Japan, presumably from his translations of the 8th century Chinese poet Li Bai. Neither Pound nor Fenollosa had any real knowledge of Chinese. Fenollosa produced this and other fragmentary translations that Pound would later turn into the extremely influential collection of poems entitled Cathay , an antiquated name for China.

Oppenheim then sent the original untranslated version of the poem to an East Asian Languages and Literature professor and received what is, unsurprisingly, a very different version. This film slowly shifts from Pound’s translation to a more ‘correct’ or perhaps literal translation. The movement takes place through the substitution of words with corresponding scenes or objects found and filmed within the visual space of New York City’s Chinatown.

In turning words back into images the artist is reversing Pound’s strategy of translation. The left side of the double projection begins with the entirety of Pound’s poem while the right projection shows a succession of pictures. The images on the right are the visual equivalents of phrases from the new translation and only have a correlation to the text on the left when both translations are similar. Images slowly substitute the text on the left and vice versa until the end of the film, when the left is entirely images and the right is entirely text. The poem is recombined, remade, throughout its seven iterations.

*The Members Library is constructed and designed by artist Céline Condorelli in collaboration with Harry Thaler as a permanent work entitled ‘Things That Go Without Saying’. The structure built for The Members Library is part of a series entitled ‘Additionals’. These different prop-like objects, quasi- functional structures, operate at a scale between furniture and architecture.


Permanently on display

Ian Wilson
1 February 2013 –

Ian Wilson (b. 1940, South Africa) is an artist whose work bears a powerful resemblance to the Kunstverein’s own mission: to explore the relationship between the viewed – or discussed – and the viewer, and the urgency involved in these interactions.

Wilson has been exploring spoken language as an art form since 1968. He has described his own work as ‘oral communication’ and later as ‘discussion’. At Wilson’s own request, his work is never filmed or otherwise recorded, thereby preserving the transient nature of the spoken word. Wilson’s earlier artistic explorations took place entirely in the monochrome. He was absorbed by questions relating to perception and painting. His last physical objects, ‘Circle on the Floor’ and ‘Circle on the Wall’, were created in early 1968. By making these works, Wilson realized that it was not necessary to produce an object to visualize a concept.

To highlight his importance to the program, the Grazer Kunstverein has devoted a permanent solo exhibition to the artist’s work. The show presents different works throughout the years as well as a permanent display of a commissioned and acquired Discussion. This discussion on the pure awareness of The Absolute took place at the Grazer Kunstverein on the 4th of May between the artist, the current staff and the previous directors of the Grazer Kunstverein since 1986.

On display:
‘Discussion (Grazer Kunstverein)’, 2013
Donated by Stefan Stolitzka for the collection of the Grazer Kunstverein.


The Peacock
1 February 2013 –

The Grazer Kunstverein continuous to examine its interior by introducing (new) furniture, design, applied and decorative arts that analyze their own functionality. The Peacock, as this non-stop group show is titled, is inspired by the notion of a Period Room, a room that defines a moment in time, as well as the animal itself, one that represents internal and external pride. A group of artists will be invited to contribute works to enhance the functioning space of Grazer Kunstverein with, design pieces and conceptual interventions. (Parts of) these works will reappear and be juxtaposed in upcoming solo exhibitions and will therefore form the backbone and interior of the Kunstverein.

Each year The Peacock will have a specific narrator, who will provide a structural narrative to the works on display. Artist and writer Angie Keefer is invited to shape the storyline for 2014.

On display
15 March – 18 May 2014

Nina Beier
‘Tragedy’, 2011

A Persian rug situated at the entrance of the first gallery became a stage for a performance in which various dog owners visited the exhibition at unannounced times and asked their animals to ‘play dead’ on the rug. The result is an absurd, theatrical gesture in which, for a moment, the pet serves as both still life and ‘gatekeeper’ to the galleries. The carpet, however, will also serve different functions throughout its years at the Grazer Kunstverein, therefore questioning its own value and presence.


Maaike Schoorel*
‘Lisa via webcam’, 2014

Maaike Schoorel’s work inhabits a position on the edge of legibility. Her figurative paintings appear faded or bleached with brush strokes that suggest outlines and restrained marks. These outlines imply areas of color or shadow that allow the viewer to participate in the paintings. The works demand one’s perception to be slowed down to allow the images to unravel slowly over time. Schoorel uses photographs of family, friends and herself as sources of reference and inspiration for her work. Artist Lisa Oppenheim, a close friend of Schoorel, is portrayed in ‘Lisa’. After selecting and cropping her photograph, Schoorel renders it almost invisible. Through an unevenly applied process of subtle and minimally painted layers, she fades away the original image in order to provoke new perspectives.


Will Stuart
‘On the positioning of a replica of Michelangelo Pistoletto’s Struttura per parlare in piedi (Structure for talking while standing), 1965–66 from the series Oggetti in meno (Minus objects), reproduction’, 2012

Positioned wherever negotiated, Will Stuart (Will Holder and Stuart Bailey) present a replica of Struttura per parlare in piedi, a work by Michelangelo Pistoletto (born 1933, Italy) that belongs to his series of Minus Objects.

The work will be accompanied by a public notice investigating the original intentions behind the work, and how subsequent negotiations with the various parties involved reflect its ambiguous doubling as furniture (for the public to lean on) and metaphor (for the politics of conversation). The object will become an ongoing source of friction during the consideration of space and function within discursive programming.

Michelangelo Pistoletto’s work was exhibited at the Grazer Kunstverein in 1988.


Barbara Visser*
‘Vereinvögel/ Societybirds’, 2014

The Grazer Kunstverein’s premise is quite literally a transparent one as its façade is completely covered with windows. Visitors and people passing by always lure inside to catch glimpses of the exhibitions or events that take place. Dutch artist, Barbara Visser, explores this public/private tension in a new semi-permanent commission covering most of the institution’s façade. The work of Barbara Visser has been occupied with the uncertain relationship between registration and dramatization. Many of her works deal with the notions of original and copy, and raise the question of whether these copies are ‘well behaved’ and do justice to the original, or whether they are fraudulent signs that swallow up the original in a vortex of delusion. Formally, the work varies greatly, ranging from photography, film and video to printed matter, text and performance yet remain grounded in recurrent themes such as authenticity and artificiality, perception and cultural coding, convention and exception, reproduction and documentation. By infiltrating existing systems in various ways, and reflecting on them, the artist challenges the viewer to reconsider ingrained perceptions.

*New additions


Barbara Visser
‘Vereinvögel/ Societybirds’, 2014
Courtesy the artist, Gallery Annet Gelink and Grazer Kunstverein


Public Program

Opening
14 March 2014, 6–10 p.m.

impuls MinutenKonzert. Gallery tour with live music
5 April 2014, 12 p.m.

kunsttext.werk
kunsttext.werk is a non-profite organisation for promoting young art history with a discursive, educational program that is composed of llectures, workshops and an online-platform.
29 April 2014, 7 p.m.

Thursday evenings
One thursday per month, Camera Austria, Künstlerhaus – Halle fur Kunst und Medien, < rotor > and Grazer Kunstverein are open till 9 p.m. in the evening and are free of entrance.
20 March, 10 April, 15 May 2014
www.cmrk.org

Screening and Talk Joachim Koester and Lisa Oppenheim
in collaboration with Camera Austria
10 April 2014, 6:30 p.m.

Opening of the Galerientage at Palais Trauttmansdorff
9 May 2014, 6 p.m.

The Members Library
The Members Library organises monthly evenings, in which members are invited to present or organize an event around the books they have recommended.
26 March, 23 April, 21 May, 7 p.m.

Auction Grazer Kunstverein/ Kunsthaus Graz
in Dorotheum Vienna
14 May 2014, 7 p.m.

Please check our website www.grazerkunstverein.org
for regular updates on our program. For reservation, please contact office@grazerkunstverein.org.


Grazer Kunstverein is structurally supported by the city of Graz, the Austrian Federal Ministry for Education, Art and Culture, the province of Styria, Legero | con-tempus.eu and its members. The work of Barbara Visser is generously supported by the Mondriaan Fund.